Drei Zitate
1. Dany le rouge in der SZ vom 02. Juli:
Die italienischen Grünen haben sich an eine ganz kleine linksradikale Gruppe gekettet und deswegen das Potential der Grünen, das von links bis zur Mitte reicht, nicht ausschöpfen können. Eine Verankerung ganz links ist für eine grüne Partei gesellschaftlich einfach absurd.
2. Fritz Stern in ZEIT Nr. 27 vom 25. Juni zum Tode Dahrendorfs:
Die Welt, die Dahrendorf in seinen politischen Vorstellungen vor vor Augen hatte, die liberale Demokratie, ist heute neuen gefahren ausgesetzt. Das geistige Klima der westlichen Gesellschaften ist heute nicht mehr von liberalen Prinzipien geprägt. Dahrendorf hat sich den freien Markt des Geistes gewünscht, auf dem das bessere Argument sich durchsetzt. In der korrupten, gehetzten, verängstigten Welt ohne Vertrauen, in der wir leben, ist der liberale Geist in neuartiger Weise gefährdet. Natürlich auch durch die äußere Gefahr des Terrorismus. Aber der Vertrauensverlust ist vielleicht die größte Bedrohung, mit der wir zu tun haben.
3. Gerhard Ritter: Der Sozialstaat. Entstehung und Entwicklung im internationalen Vergleich, Oldenbourg Verlag, München 1991, S.63.
Die Armenfürsorge war bis zum Ersten Weltkrieg mit erheblichen politischen und sozialen Diskriminierungen und oft auch rigiden Kontrollen der Privatsphäre der Armen verbunden und ging von der Vorstellung aus, zumindest der arbeitsfähige Arme sei an seiner Notlage persönlich schuld; überdies war die Hilfe vom jeweiligen Interesse der Gesellschaft abhängig.
Zitat 1 kann man so für sich stehen lassen. Zwischen Zitat 2 und 3 kann man sich ja mal selbst eine Verbindung überlegen.
